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Mittwoch, 4. Juni 2014

Schlacht bei Hohenfriedberg

 

am 4. Juni 1745.

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Während des Zweiten Schlesischen Krieges besiegte der preußische König Friedrich II. die Österreicher und Sachsen unter Prinz Karl Alexander von Lothringen .

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Nach dem ungünstigen Ausgang des Feldzuges in Böhmen von 1744 beschloss der preußische König Friedrich II., den Gegner in Schlesien zu erwarten. Am 29. Mai 1745 versammelte er seine Armee bei der Stadt Frankenstein : Es waren 65.000 Mann mit 192 schweren Geschützen. Am selben Tage hatten die Österreicher und Sachsen unter Prinz Karl Alexander von Lothringen und Herzog Johann Adolf von Sachsen-Weißenfels die Grenze über den Landeshuter Pass mit 72.000 Mann und 121 Geschützen überschritten. Am 3. Juni nachmittags gingen die Österreicher aus dem Gebirge bis auf die Höhen nordöstlich von Hohenfriedeberg vor und errichteten den Befehlsstand des Prinzen Karl auf dem Galgenberg. 

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Friedrich beschloss, den Gegner überraschend anzugreifen, und brach deshalb am 3. Juni gegen 9 Uhr abends aus seinem Lager bei Alt-Jauernick nordwestlich von Schweidnitz auf, während die Wachtfeuer zur Täuschung weiterbrannten. Um 2 Uhr nachts gab er seine Befehle: Die Armee sollte rechts abmarschieren und die Kavallerie des rechten Flügels sich in Richtung Pilgramshain entwickeln; der rechte Infanterieflügel hatte sich gegenüber der Gule, einer Wiesenniederung südwestlich von Pilgramshain, aufzustellen. Die Kavallerie des linken Flügels sollte den Aufmarsch des linken Flügels der Infanterie decken.
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Der Angriff der Österreicher und Sachsen begann um 4 Uhr früh, und Pilgramshain wurde durch die sächsische Armee besetzt; der linke Flügel ihrer Kavallerie marschierte südlich davon auf. Um 5:30 Uhr gingen die Preußen zum Angriff über, und die Kavallerie des Gegners wurde vom Schlachtfeld hinweggefegt. Die 46 Schwadronen des rechten preußischen Flügels unter Feldmarschall Wilhelm Dietrich von Buddenbrock gingen nun gegen die Gule vor, von 15 Bataillonen von links unterstützt, sodass die Sachsen aus Pilgramshain geworfen wurden. Um 7 Uhr war der linke Flügel der österreichisch-sächsischen Armee geschlagen. 

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Inzwischen war ihr rechter Flügel (nur Österreicher) zwischen Günthersdorf und dem Fluss Striegauer Wasser aufmarschiert. Um 6:30 Uhr begann der preußische linke Flügel seinen Aufmarsch; es kam zu heftigen Reiterkämpfen, bei denen auf preußischer Seite Generalmajor Hans Joachim von Zieten durch sein Eingreifen den Ausschlag gab. Um 8:30 Uhr ging der preußische linke Flügel gegen Günthersdorf-Thomaswaldau zum Angriff vor. Die Preußen erlitten erhebliche Verluste, die Österreicher hielten stand, bis ihr Regiment Thüngen gegen 9 Uhr zu wanken begann. Daraufhin brach das Dragonerregiment Bayreuth (1.500 Mann) unter General Friedrich Leopold von Geßler und Oberstleutnant Otto Magnus von Schwerin durch eine Lücke in den Reihen der eigenen Infanterie gegen die 20 österreichischen Bataillone vor. Durch diesen Stoß wurde der Gegner völlig überrascht und gänzlich in die Flucht geschlagen. Die Bayreuther machten 2.500 Gefangene und erbeuteten 66 Fahnen bei nur 94 Dragonern eigenen Verlusten. So wurde die Schlacht zugunsten Preußens entschieden.
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Die preußischen Verluste betrugen 899 Tote sowie 3.835 Verwundete und Vermisste. Erbeutet wurden 76 Fahnen, 7 Standarten und 72 Kanonen. Von den Österreichern waren 1.821 Soldaten getötet, 2.856 verwundet und 5.655 gefangen worden. Die Sachsen verloren 2.029 Mann (Tote, Vermisste und Gefangene) und hatten 915 Verwundete.

Weitere Infos:    

Exkurs: In der Schlacht bei Hohenfriedberg hatten die Bayreuth-Dragoner einen entscheidenden Anteil am Sieg des preußischen Königs Friedrich II. Der 'Hohenfriedberger' ist einer der bekanntesten deutschen Militärmärsche und erinnert an dies Ereignis. Die erste Aufzeichnung stammt von 1795. Erst 1845, zum hundertjährigen Jubiläum der Schlacht, wurde dem Marsch ein Text unterlegt, „Auf, Ansbach-Dragoner! Auf, Ansbach-Bayreuth! ...“ , da das Regiment mittlerweile in „Ansbach-Bayreuth“ umbenannt worden war

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